Klarheit im Kopf – Löse Konflikte durchs Zeichnen!
Klarheit im Kopf? Schön wär‘s! Stattdessen liegst du nachts stundenlang wach. Auf Arbeit kannst du dich kaum konzentrieren. Deine Gedanken kreisen in schwindelerregender Geschwindigkeit um ein Problem. Deine Gefühlswelt gleicht einem Schlachtfeld.
So ging es mir früher oft. Ich konnte mit Konflikten nur schwer umgehen und wälzte Gedanken. Ohne Ergebnis. Ohne wirklichen Lösungsansatz. Verzweifelt versuchte ich, Klarheit und Abstand zu gewinnen. Letztlich nahm ich Stift und Zettel zur Hand und begann die prekäre Situation mit einfachen Stichworten und Symbolen zu visualisieren. Als mein Werk vollendet war und ich es so betrachtete, fielen mir Schlupflöcher, Umleitungen, Lösungsansätze auf. Ich hatte mein ermüdendes Gedankenkarussell gestoppt.
Und genau das kannst du auch! Und so funktioniert es …
Inhalt:
Warum zeichnen hilft, Probleme leichter zu lösen
Wenn du etwas aufschreibst oder zeichnest, verlagerst du dein Problem im Kopf. Das Fronthirn wird aktiver, während du den Arealen, die für Stress und Gefühle zuständig sind, eine Verschnaufpause gönnst. Bei der Wahl von Formen und Farben regst du zudem deine rechte Gehirnhälfte an. Sie ist der Profi, um Zusammenhänge zu erkennen und Ideen zu entwickeln.
Zeichnen entspannt also nicht nur, sondern …
- … führt dir den Konflikt klar vor Augen und macht Situationen schneller erfassbar.
- … lenkt den Fokus auf das Wesentliche. Für Details ist kein endloser Platz.
- … ermöglicht einen Perspektivwechsel. Du betrachtest das Problem als Beobachter und erlangst Abstand zu destruktiven Gefühlen.
- … unterstützt dich bei der Selbstreflexion und der Verarbeitung von Emotionen.
- … kreiert ein Erfolgserlebnis. Du siehst, was du gedacht und erarbeitet hast.
Bevor du mit dem Zeichnen deines Konflikts startest:
Wie bei jeder Technik gibt es ein paar Tipps, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen:
- Nutze einfache Formen wie Kreise, Rechtecke, Dreiecke oder Pfeile.
- Kombiniere die Formen mit Worten.
- Verabschiede dich von Details. Abstrahiere!
- Nutze Farben sparsam, beispielsweise um etwas hervorzuheben.
- Du musst kein Picasso sein! Bewerte deine Zeichnung nicht.
Das Beste an dieser Methode:
Du brauchst lediglich Papier, vielleicht ein kleines Notizbuch, sowie wenige Stifte. Nutze Bleistift, Kugelschreiber, Neon-Marker oder Buntstifte – einfach die Zeichenmaterialien, mit denen du dich am wohlsten fühlst. Und schon kannst du starten …
So zeichnest du deinen Konflikt:
Diese Variante nutze ich selbst, um Konflikte für mich zu visualisieren. Probiere es einfach aus und fühl dich frei, deine eigene Herangehensweise zu entwickeln. Je öfter du dich zeichnend mit deinen Konflikten beschäftigst, desto intuitiver wirst du mit Formen, Symbolen, Farben und Schrift umgehen.
Ganz wichtig dabei: Sei mutig! Es gibt hier kein Richtig oder Falsch.
-
1. Beginne mit den Pfeilern, den Urhebern des Konflikts:
Schreibe ihre Namen auf, wenn es sich um Personen handelt. Sind es Gefühle, dann benenne sie möglichst konkret. - Falls es dir nicht gelingt, diese Basis zu finden, dann schreibe erst einmal all deine Gedanken auf. Gerne ohne Punkt und Komma. Sammle all deine Emotionen und Gedanken, bevor du nochmals über das Geschriebene schaust. Markiere dir die Worte, die dich besonders triggern – egal, ob positiv oder negativ. Sie sind meist ein Hinweis auf den Kern deines Problems. Nutze sie für den Anfang deiner Skizze.
-
2. Sammle zugehörige Emotionen:
Welche Gefühle oder Gedanken verbindest du mit den Urhebern des Konflikts? Notiere diese in stimmigem Abstand und in bewusster Position über, unter oder seitlich deiner ersten Worte. Natürlich kannst du sie auch zeichnerisch auf deiner Problembühne zum Ausdruck bringen. Einfache Strichmännchen, Smileys, Tiere, … was dir gerade einfällt. -
3. Finde eine Formensprache für die geschriebenen Worte:
Ich persönlich nutze gern runde Formen für positive Begriffe. Negative Assoziationen werden durch spitze Zacken kenntlich. Neutrale Ausdrücke packe ich in Rechtecke. -
4. Schaffe Verbindungen:
Mit Pfeilen, Unterstreichungen oder Farbe kannst du einen Bezug zwischen einzelnen Elementen herstellen. Bedingen sich manche Faktoren ein- oder gegenseitig? Ist es ein Kreislauf? Gibt es eine harte Trennung zwischen Dingen, die aufgebrochen werden muss? Mach es mit einfachen Symbolen sichtbar. -
5. Nimm Abstand und finalisiere:
Mach am besten eine kurze Pause – leg Stift und Papier zur Seite. Hol dir einen Tee, schau aus dem Fenster oder gehe eine Runde um den Block. Dann widme dich erneut deiner Zeichnung. Wenn noch etwas fehlt, ergänze es. -
6. Reflektiere dein Werk:
Schaue möglichst neutral auf den kompletten Prozess, den du gerade sichtbar gemacht hast. Welche überraschenden Zusammenhänge zeigen sich? Wo gibt es Schlupflöcher, um einen Teufelskreis zu durchbrechen? Welche Erkenntnisse gewinnst du? Schreibe dein Fazit in kurzen Sätzen unter die Zeichnung. -
7. Fühle nach und komm ins Handeln:
Wie geht es dir nach der Übung, wenn du den Zettel weglegst? Erschöpft, motiviert, innerlich ruhiger? Setze dir ein Ziel für die nächste Woche, um deiner Problemlösung ein Stück näher zu kommen. Welchen ersten kleinen Schritt kannst du gehen?

Oft reicht eine kleine Veränderung in deinem Denken oder Handeln aus, um den Stein ins Rollen zu bringen. Vielleicht sprichst du auch mit einem vertrauten Menschen über die Zeichnung. Indem du über dein Problem sprichst, reflektierst du es nochmals und kommst meist von selbst auf weitere Lösungsansätze.
Wie entstehen innere Konflikte und endlose Grübeleien überhaupt?
Alles soll perfekt sein – dein Privatleben als harmonisches Miteinander, deine Arbeit als reibungsloses Tagwerk. Dafür setzt du dich unbarmherzig unter Druck. Du möchtest deinem inneren Perfektionisten alles recht machen, den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Familie, Freunde und Kollegen willst du nicht enttäuschen.
Mit diesem bleiernen Paket auf den Schultern sind Probleme aber vorprogrammiert. Denn Versagensängste, Leistungsdruck und übergroße Gewissenhaftigkeit sind wahre Energieräuber und Konfliktherde. Du beginnst zu grübeln, verstrickst dich in negativen Gefühlen und zweifelst zunehmend. Der Berg an Anforderungen wächst dir über den Kopf und drängt dich in die Ecke.
Welche Folgen hat die innere Überforderung?
Durch diese beginnende Abwärtsspirale ist dein Gehirn pausenlos im Einsatz. Innerlich unruhig kannst du kaum noch schlafen oder Entspannung genießen. Dein System überlastet immer weiter. Da es in deinem Kopf nur noch so schwirrt, vergisst du Dinge und kannst dich nur mit Mühe konzentrieren. Fehler schleichen sich in dein scheinbar makelloses Verhalten ein. Dein innerer Perfektionist wird ärgerlich. Also noch mehr leisten, besser werden. Der Kreislauf schließt sich.
Typische Anzeichen, dass du im Hamsterrad immer schneller strampelst und deine inneren Konflikte wachsen:
- Innere Unruhe und Schlafstörungen
- Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
- Gefühl von Überforderung und übergroßer Verantwortung
- Ständiges Grübeln, zunehmende Sorgen, Ängste und Wutgefühle
- Psychosomatische Beschwerden, wie Kopf- oder Bauchschmerzen
- Permanente Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Gereiztheit
- Ausweichhandlungen wie der Griff zu Alkohol und Medikamenten
Folgst du diesem Pfad weiter, führt dieser Raubbau am eigenen Körper in Depression, Burn-out oder andere Formen des Zusammenbruchs. Deine inneren Konflikte fressen dich regelrecht auf. Eine Chance auszusteigen: Nimm Stift und Papier zur Hand und wechsle den Denkmodus!
Klarheit im Kopf – Löse Konflikte durchs Zeichnen!
Klarheit im Kopf? Schön wär‘s! Stattdessen liegst du nachts stundenlang wach. Auf Arbeit kannst du dich kaum konzentrieren. Deine Gedanken kreisen in schwindelerregender Geschwindigkeit um ein Problem. Deine Gefühlswelt gleicht einem Schlachtfeld.
So ging es mir früher oft. Ich konnte mit Konflikten nur schwer umgehen und wälzte Gedanken. Ohne Ergebnis. Ohne wirklichen Lösungsansatz. Verzweifelt versuchte ich, Klarheit und Abstand zu gewinnen. Letztlich nahm ich Stift und Zettel zur Hand und begann die prekäre Situation mit einfachen Stichworten und Symbolen zu visualisieren. Als mein Werk vollendet war und ich es so betrachtete, fielen mir Schlupflöcher, Umleitungen, Lösungsansätze auf. Ich hatte mein ermüdendes Gedankenkarussell gestoppt.
Und genau das kannst du auch! Und so funktioniert es …
Inhalt:
Warum zeichnen hilft, Probleme leichter zu lösen
Wenn du etwas aufschreibst oder zeichnest, verlagerst du dein Problem im Kopf. Das Fronthirn wird aktiver, während du den Arealen, die für Stress und Gefühle zuständig sind, eine Verschnaufpause gönnst. Bei der Wahl von Formen und Farben regst du zudem deine rechte Gehirnhälfte an. Sie ist der Profi, um Zusammenhänge zu erkennen und Ideen zu entwickeln.
Zeichnen entspannt also nicht nur, sondern …
- … führt dir den Konflikt klar vor Augen und macht Situationen schneller erfassbar.
- … lenkt den Fokus auf das Wesentliche. Für Details ist kein endloser Platz.
- … ermöglicht einen Perspektivwechsel. Du betrachtest das Problem als Beobachter und erlangst Abstand zu destruktiven Gefühlen.
- … unterstützt dich bei der Selbstreflexion und der Verarbeitung von Emotionen.
- … kreiert ein Erfolgserlebnis. Du siehst, was du gedacht und erarbeitet hast.
Bevor du mit dem Zeichnen deines Konflikts startest:
Wie bei jeder Technik gibt es ein paar Tipps, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen:
- Nutze einfache Formen wie Kreise, Rechtecke, Dreiecke oder Pfeile.
- Kombiniere die Formen mit Worten.
- Verabschiede dich von Details. Abstrahiere!
- Nutze Farben sparsam, beispielsweise um etwas hervorzuheben.
- Du musst kein Picasso sein! Bewerte deine Zeichnung nicht.
Das Beste an dieser Methode:
Du brauchst lediglich Papier, vielleicht ein kleines Notizbuch, sowie wenige Stifte. Nutze Bleistift, Kugelschreiber, Neon-Marker oder Buntstifte – einfach die Zeichenmaterialien, mit denen du dich am wohlsten fühlst. Und schon kannst du starten …
So zeichnest du deinen Konflikt:
Diese Variante nutze ich selbst, um Konflikte für mich zu visualisieren. Probiere es einfach aus und fühl dich frei, deine eigene Herangehensweise zu entwickeln. Je öfter du dich zeichnend mit deinen Konflikten beschäftigst, desto intuitiver wirst du mit Formen, Symbolen, Farben und Schrift umgehen.
Ganz wichtig dabei: Sei mutig! Es gibt hier kein Richtig oder Falsch.
-
1. Beginne mit den Pfeilern, den Urhebern des Konflikts:
Schreibe ihre Namen auf, wenn es sich um Personen handelt. Sind es Gefühle, dann benenne sie möglichst konkret. - Falls es dir nicht gelingt, diese Basis zu finden, dann schreibe erst einmal all deine Gedanken auf. Gerne ohne Punkt und Komma. Sammle all deine Emotionen und Gedanken, bevor du nochmals über das Geschriebene schaust. Markiere dir die Worte, die dich besonders triggern – egal, ob positiv oder negativ. Sie sind meist ein Hinweis auf den Kern deines Problems. Nutze sie für den Anfang deiner Skizze.
-
2. Sammle zugehörige Emotionen:
Welche Gefühle oder Gedanken verbindest du mit den Urhebern des Konflikts? Notiere diese in stimmigem Abstand und in bewusster Position über, unter oder seitlich deiner ersten Worte. Natürlich kannst du sie auch zeichnerisch auf deiner Problembühne zum Ausdruck bringen. Einfache Strichmännchen, Smileys, Tiere, … was dir gerade einfällt. -
3. Finde eine Formensprache für die geschriebenen Worte:
Ich persönlich nutze gern runde Formen für positive Begriffe. Negative Assoziationen werden durch spitze Zacken kenntlich. Neutrale Ausdrücke packe ich in Rechtecke. -
4. Schaffe Verbindungen:
Mit Pfeilen, Unterstreichungen oder Farbe kannst du einen Bezug zwischen einzelnen Elementen herstellen. Bedingen sich manche Faktoren ein- oder gegenseitig? Ist es ein Kreislauf? Gibt es eine harte Trennung zwischen Dingen, die aufgebrochen werden muss? Mach es mit einfachen Symbolen sichtbar. -
5. Nimm Abstand und finalisiere:
Mach am besten eine kurze Pause – leg Stift und Papier zur Seite. Hol dir einen Tee, schau aus dem Fenster oder gehe eine Runde um den Block. Dann widme dich erneut deiner Zeichnung. Wenn noch etwas fehlt, ergänze es. -
6. Reflektiere dein Werk:
Schaue möglichst neutral auf den kompletten Prozess, den du gerade sichtbar gemacht hast. Welche überraschenden Zusammenhänge zeigen sich? Wo gibt es Schlupflöcher, um einen Teufelskreis zu durchbrechen? Welche Erkenntnisse gewinnst du? Schreibe dein Fazit in kurzen Sätzen unter die Zeichnung. -
7. Fühle nach und komm ins Handeln:
Wie geht es dir nach der Übung, wenn du den Zettel weglegst? Erschöpft, motiviert, innerlich ruhiger? Setze dir ein Ziel für die nächste Woche, um deiner Problemlösung ein Stück näher zu kommen. Welchen ersten kleinen Schritt kannst du gehen?
Oft reicht eine kleine Veränderung in deinem Denken oder Handeln aus, um den Stein ins Rollen zu bringen. Vielleicht sprichst du auch mit einem vertrauten Menschen über die Zeichnung. Indem du über dein Problem sprichst, reflektierst du es nochmals und kommst meist von selbst auf weitere Lösungsansätze.
Wie entstehen innere Konflikte und endlose Grübeleien überhaupt?
Alles soll perfekt sein – dein Privatleben als harmonisches Miteinander, deine Arbeit als reibungsloses Tagwerk. Dafür setzt du dich unbarmherzig unter Druck. Du möchtest deinem inneren Perfektionisten alles recht machen, den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Familie, Freunde und Kollegen willst du nicht enttäuschen.
Mit diesem bleiernen Paket auf den Schultern sind Probleme aber vorprogrammiert. Denn Versagensängste, Leistungsdruck und übergroße Gewissenhaftigkeit sind wahre Energieräuber und Konfliktherde. Du beginnst zu grübeln, verstrickst dich in negativen Gefühlen und zweifelst zunehmend. Der Berg an Anforderungen wächst dir über den Kopf und drängt dich in die Ecke.
Welche Folgen hat die innere Überforderung?
Durch diese beginnende Abwärtsspirale ist dein Gehirn pausenlos im Einsatz. Innerlich unruhig kannst du kaum noch schlafen oder Entspannung genießen. Dein System überlastet immer weiter. Da es in deinem Kopf nur noch so schwirrt, vergisst du Dinge und kannst dich nur mit Mühe konzentrieren. Fehler schleichen sich in dein scheinbar makelloses Verhalten ein. Dein innerer Perfektionist wird ärgerlich. Also noch mehr leisten, besser werden. Der Kreislauf schließt sich.
Typische Anzeichen, dass du im Hamsterrad immer schneller strampelst und deine inneren Konflikte wachsen:
- Innere Unruhe und Schlafstörungen
- Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
- Gefühl von Überforderung und übergroßer Verantwortung
- Ständiges Grübeln, zunehmende Sorgen, Ängste und Wutgefühle
- Psychosomatische Beschwerden, wie Kopf- oder Bauchschmerzen
- Permanente Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Gereiztheit
- Ausweichhandlungen wie der Griff zu Alkohol und Medikamenten
Folgst du diesem Pfad weiter, führt dieser Raubbau am eigenen Körper in Depression, Burn-out oder andere Formen des Zusammenbruchs. Deine inneren Konflikte fressen dich regelrecht auf. Eine Chance auszusteigen: Nimm Stift und Papier zur Hand und wechsle den Denkmodus!
Klarheit im Kopf – Löse Konflikte durchs Zeichnen!
Klarheit im Kopf? Schön wär‘s! Stattdessen liegst du nachts stundenlang wach. Auf Arbeit kannst du dich kaum konzentrieren. Deine Gedanken kreisen in schwindelerregender Geschwindigkeit um ein Problem. Deine Gefühlswelt gleicht einem Schlachtfeld.
So ging es mir früher oft. Ich konnte mit Konflikten nur schwer umgehen und wälzte Gedanken. Ohne Ergebnis. Ohne wirklichen Lösungsansatz. Verzweifelt versuchte ich, Klarheit und Abstand zu gewinnen. Letztlich nahm ich Stift und Zettel zur Hand und begann die prekäre Situation mit einfachen Stichworten und Symbolen zu visualisieren. Als mein Werk vollendet war und ich es so betrachtete, fielen mir Schlupflöcher, Umleitungen, Lösungsansätze auf. Ich hatte mein ermüdendes Gedankenkarussell gestoppt.
Und genau das kannst du auch! Und so funktioniert es …
Inhalt:
Warum zeichnen hilft, Probleme leichter zu lösen
Wenn du etwas aufschreibst oder zeichnest, verlagerst du dein Problem im Kopf. Das Fronthirn wird aktiver, während du den Arealen, die für Stress und Gefühle zuständig sind, eine Verschnaufpause gönnst. Bei der Wahl von Formen und Farben regst du zudem deine rechte Gehirnhälfte an. Sie ist der Profi, um Zusammenhänge zu erkennen und Ideen zu entwickeln.
Zeichnen entspannt also nicht nur, sondern …
- … führt dir den Konflikt klar vor Augen und macht Situationen schneller erfassbar.
- … lenkt den Fokus auf das Wesentliche. Für Details ist kein endloser Platz.
- … ermöglicht einen Perspektivwechsel. Du betrachtest das Problem als Beobachter und erlangst Abstand zu destruktiven Gefühlen.
- … unterstützt dich bei der Selbstreflexion und der Verarbeitung von Emotionen.
- … kreiert ein Erfolgserlebnis. Du siehst, was du gedacht und erarbeitet hast.
Bevor du mit dem Zeichnen deines Konflikts startest:
Wie bei jeder Technik gibt es ein paar Tipps, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen:
- Nutze einfache Formen wie Kreise, Rechtecke, Dreiecke oder Pfeile.
- Kombiniere die Formen mit Worten.
- Verabschiede dich von Details. Abstrahiere!
- Nutze Farben sparsam, beispielsweise um etwas hervorzuheben.
- Du musst kein Picasso sein! Bewerte deine Zeichnung nicht.
Das Beste an dieser Methode:
Du brauchst lediglich Papier, vielleicht ein kleines Notizbuch, sowie wenige Stifte. Nutze Bleistift, Kugelschreiber, Neon-Marker oder Buntstifte – einfach die Zeichenmaterialien, mit denen du dich am wohlsten fühlst. Und schon kannst du starten …
So zeichnest du deinen Konflikt:
Diese Variante nutze ich selbst, um Konflikte für mich zu visualisieren. Probiere es einfach aus und fühl dich frei, deine eigene Herangehensweise zu entwickeln. Je öfter du dich zeichnend mit deinen Konflikten beschäftigst, desto intuitiver wirst du mit Formen, Symbolen, Farben und Schrift umgehen.
Ganz wichtig dabei: Sei mutig! Es gibt hier kein Richtig oder Falsch.
-
1. Beginne mit den Pfeilern, den Urhebern des Konflikts:
Schreibe ihre Namen auf, wenn es sich um Personen handelt. Sind es Gefühle, dann benenne sie möglichst konkret. - Falls es dir nicht gelingt, diese Basis zu finden, dann schreibe erst einmal all deine Gedanken auf. Gerne ohne Punkt und Komma. Sammle all deine Emotionen und Gedanken, bevor du nochmals über das Geschriebene schaust. Markiere dir die Worte, die dich besonders triggern – egal, ob positiv oder negativ. Sie sind meist ein Hinweis auf den Kern deines Problems. Nutze sie für den Anfang deiner Skizze.
-
2. Sammle zugehörige Emotionen:
Welche Gefühle oder Gedanken verbindest du mit den Urhebern des Konflikts? Notiere diese in stimmigem Abstand und in bewusster Position über, unter oder seitlich deiner ersten Worte. Natürlich kannst du sie auch zeichnerisch auf deiner Problembühne zum Ausdruck bringen. Einfache Strichmännchen, Smileys, Tiere, … was dir gerade einfällt. -
3. Finde eine Formensprache für die geschriebenen Worte:
Ich persönlich nutze gern runde Formen für positive Begriffe. Negative Assoziationen werden durch spitze Zacken kenntlich. Neutrale Ausdrücke packe ich in Rechtecke. -
4. Schaffe Verbindungen:
Mit Pfeilen, Unterstreichungen oder Farbe kannst du einen Bezug zwischen einzelnen Elementen herstellen. Bedingen sich manche Faktoren ein- oder gegenseitig? Ist es ein Kreislauf? Gibt es eine harte Trennung zwischen Dingen, die aufgebrochen werden muss? Mach es mit einfachen Symbolen sichtbar. -
5. Nimm Abstand und finalisiere:
Mach am besten eine kurze Pause – leg Stift und Papier zur Seite. Hol dir einen Tee, schau aus dem Fenster oder gehe eine Runde um den Block. Dann widme dich erneut deiner Zeichnung. Wenn noch etwas fehlt, ergänze es. -
6. Reflektiere dein Werk:
Schaue möglichst neutral auf den kompletten Prozess, den du gerade sichtbar gemacht hast. Welche überraschenden Zusammenhänge zeigen sich? Wo gibt es Schlupflöcher, um einen Teufelskreis zu durchbrechen? Welche Erkenntnisse gewinnst du? Schreibe dein Fazit in kurzen Sätzen unter die Zeichnung. -
7. Fühle nach und komm ins Handeln:
Wie geht es dir nach der Übung, wenn du den Zettel weglegst? Erschöpft, motiviert, innerlich ruhiger? Setze dir ein Ziel für die nächste Woche, um deiner Problemlösung ein Stück näher zu kommen. Welchen ersten kleinen Schritt kannst du gehen?
Oft reicht eine kleine Veränderung in deinem Denken oder Handeln aus, um den Stein ins Rollen zu bringen. Vielleicht sprichst du auch mit einem vertrauten Menschen über die Zeichnung. Indem du über dein Problem sprichst, reflektierst du es nochmals und kommst meist von selbst auf weitere Lösungsansätze.
Wie entstehen innere Konflikte und endlose Grübeleien überhaupt?
Alles soll perfekt sein – dein Privatleben als harmonisches Miteinander, deine Arbeit als reibungsloses Tagwerk. Dafür setzt du dich unbarmherzig unter Druck. Du möchtest deinem inneren Perfektionisten alles recht machen, den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Familie, Freunde und Kollegen willst du nicht enttäuschen.
Mit diesem bleiernen Paket auf den Schultern sind Probleme aber vorprogrammiert. Denn Versagensängste, Leistungsdruck und übergroße Gewissenhaftigkeit sind wahre Energieräuber und Konfliktherde. Du beginnst zu grübeln, verstrickst dich in negativen Gefühlen und zweifelst zunehmend. Der Berg an Anforderungen wächst dir über den Kopf und drängt dich in die Ecke.
Welche Folgen hat die innere Überforderung?
Durch diese beginnende Abwärtsspirale ist dein Gehirn pausenlos im Einsatz. Innerlich unruhig kannst du kaum noch schlafen oder Entspannung genießen. Dein System überlastet immer weiter. Da es in deinem Kopf nur noch so schwirrt, vergisst du Dinge und kannst dich nur mit Mühe konzentrieren. Fehler schleichen sich in dein scheinbar makelloses Verhalten ein. Dein innerer Perfektionist wird ärgerlich. Also noch mehr leisten, besser werden. Der Kreislauf schließt sich.
Typische Anzeichen, dass du im Hamsterrad immer schneller strampelst und deine inneren Konflikte wachsen:
- Innere Unruhe und Schlafstörungen
- Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
- Gefühl von Überforderung und übergroßer Verantwortung
- Ständiges Grübeln, zunehmende Sorgen, Ängste und Wutgefühle
- Psychosomatische Beschwerden, wie Kopf- oder Bauchschmerzen
- Permanente Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Gereiztheit
- Ausweichhandlungen wie der Griff zu Alkohol und Medikamenten
Folgst du diesem Pfad weiter, führt dieser Raubbau am eigenen Körper in Depression, Burn-out oder andere Formen des Zusammenbruchs. Deine inneren Konflikte fressen dich regelrecht auf. Eine Chance auszusteigen: Nimm Stift und Papier zur Hand und wechsle den Denkmodus!